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lädt Sie ein, die Klöster aus Rumänien zu besuchen, in Ihrem Urlaub, in einer Rundreise im Gebirge.

 

Einige Worte zu :

 

 

Das Kloster Tismana

 

Das Kloster Tismana, das von vielen als das Herz Olteniens betrachtet wird, befindet sich mit ihren mittelalterlichen Mauern und Wehrmauern an den Ecken am Berg Starmina, 30 km von Tg. Jiu entfernt, und ist von Wäldern und steilen Felswänden umgeben. Selbst das geto-dakische Toponym „tismena“ bedeutet „Burg, mit Mauern befestigter Ort“. Während der archäologischen Ausgrabungen 1970 wurde fast 4 m nördlich von der seitlichen Apsis der großen Kirche das Fundament einer Glaubensstätte entdeckt, das während der zeit der römischen Besetzung aus Flusssteinen und Ziegelsteinen errichtet wurde. Diese Entdeckungen haben die Archäologen zur Schlussfolgerung geleitet, dass es in der Gegend eine alte römisch-dakische Festung gegeben hat.

Derjenige, der den Grundstein des Klosters gelegt hat, war der Hochwürdige Nicodim, ein Mönch, der aus Makedonien gekommen war, mit Unterstützung des Herrschers Radu Negru-Vodă. So wurde am 15. August 1377 die Kirche der „Mariä Himmelfahrt“ geweiht. Nach dem Tode des Herrschers wurde der Bau des Klosters unter der Herrschaft seiner Söhne fortgeführt, Dan I Basarab (1384 – 1386) und danach Mircea der Alte (1387 – 1418).

Tismana wurde an einem wichtigen Ort an der Grenze der Walachei gebaut, ein Grund weshalb die Bewohner des Dorfer mit dem gleichen Namen Wache halten mussten. Dafür waren sie von Abgaben und Zehenten enthoben. Es ist kein Zufall, dass die Revolution von 1821 unter der Leitung von Tudor Vladimirescu nach der Proklamation von Padeş am 22. Januar hier begonnen hat, mit der Aufforderung, die Fanarioten zu verjagen und die Ausraubungen und Ungerechtigkeiten zu stoppen.

Die Wichtigkeit des Ortes wird auch von der Tatsache gegeben, dass hier Dokumente noch aus dem 14, Jh, aufbewahrt wurden, so dass die Grundlage einer echten Geschichtsschreibung bestand. Wegen des Reichtums und der Art und Weise der Verwaltung ließen sich hier eine Reihe von Bans nieder, der älteste wurde 1464 als der Ban von Tismana vermerkt.

In Tismana wurde auch eine Schule für gelehrte Mönche eingerichtet, von denen später die Bschöfe und Mitropoliten gewählt wurden, die Schreibr für die Kanzleien, die Schönschreiber und die Übersetzer. Von hier sind die Mönche ausgegangen, die später Klöster in Siebenbürgen, in der Moldau und in der Walachei gegründet haben.

Wegen der natürlichen Lage kann man nur auf der Westseite in das Kloster eintreten, und die befestigten Mauern ließen es als unbesiegbar erscheinen. Ursprünglich war die Kirche in einer einzigen Farbe bemalt, in Ocker, mit geometrischen Blumenelementen. Erst 1564 wurde die erste ikonographische Malerei vom Maler Dobromir aus Târgovişte durchgeführt, welche als die älteste Byzantinische Malerei aus der Walachei betrachtet wird.

Später, 1732, wurde die Malerei erneuert und über die aus dem Pronaos wurde eine neue Freske von Dimitrie Diaconu gemalt. Die Letztere wurde unter der Leitung von G. Russu 1955 ausgehoben und in die Wände des Klostermuseums und auf den Korridoren der Klausen eingebaut. An ihrer Stelle wurde das Fresko von Dobromir nachgemalt. Die Vorhalle wurde 1983 nach den Plänen des Hochwürdigen Nicodim nachgebaut und 1994 von Maler Grigore Popescu bemalt. Bei dieser Gelegenheit wurden alle römisch-dakischen Heiligen gemalt, die entdeckt und heiliggesprochen wurden.

Ab 1949 wurde das Kloster Tismana in eine Nonnen-Klostergemeinschaft umgewandelt, die Tag für Tag nach kirchlicher Tradition arbeiten und beten.

Der Schatz des Klosters

Viele der Gegenstände der Schatzkammer des Klosters Tismana wurden im Laufe der Geschichte verloren oder befinden sich im Rumänischen Kunstmuseum. Im Klostermuseum gibt es auch eine Sammlung von Wandmalereien, Ikonen auf Holz, verschiedene Kultusgegenstände, alte Bücher, Kleidungsstücke und die Türen, die 1782 hergestellt wurden. In der Kirche werden auch drei Teile von Gebeinen aufbewahrt: der Zeigefinger der Heiligen Nicodim und das Bleikreuz, das er am Halse trug, je einen Teil der Heiligen Ignatie Teoforul und des Heiligen Ioan Gură de Aur (Goldmund). Das Altarblatt wurde 1766 aus vergoldetem Eichenholz hergestellt, und mit königlichen Ikonen vom Jahre 1844; der Kronleuchter ist aus poliertem Messing aus dem 19. Jh. und das metallische Läutebrett hat die Form des zweiköpfigen Adlers (das Wappen der Basarab-Herrscher). Es gibt hier auch noch zwei Vitralien, die 1916 vom Dichter George Coşbuc gespendet wurden, zur Erinnerung an seinen Sohn Alexandru.

1944 wurde in Tismana der Schatz der Rumänischen Nationalbank versteckt, damit er nicht in die Hände der russischen Armee gelangte. Nachdem dieser in einen der Keller des Klosters versteckt wurde, hat man ihn zur Sicherheit in eine die Höhle des Klosters verlagert. Es wurden hier ingesamt 380 Tonnen Goldbarren gelagert, und auch noch 3 Tonnen Gold aus dem polnischen Schatz, der 1939 hier abgeliefert wurde.

Es scheint, dass der Hochwürdige Nicodim, der den Bau der mönchischen Stätte begonnen hat, mit den Herrschern Basarabi und dem Kneaz Lazar von Serbien verwandt war. Man sagt, dass er mit 16 sein Vaterhaus aus der Burg Prolep (Makedonien) verlassen hat und sich im Kloster Hilandaru vom Berg Athos niedergelassen hat, wo er viel gelernt hat: Slawonisch, Griechisch, Schönschreiben, Malerei, Silberwarenhandlung, Baumeister, Maurer, Fassbinderi und viele andere Handwerke.

Bevor er nach Tismana gekommen ist, hat der Hochwürdige Nicodim auch noch die Klöster von Vratna und Manastirita (in Serbien) gestiftet, wie auch Vodiţa, Gura Motrului, Topolniţa, Vişina, Aninoasa (in der Walachei) und Prislop (im Hatzeger Gebiet).

Er hat auch eine Gruppe von Mönchen mitgebracht als er nach Tismana kam und der erste Gebetsort war eine Grotte im Felsen neben dem Kloster. In den folgenden Jahren hat er hier die berühmte Schönschreibe-Schule mit Schreibern von kirchlichen Büchern in verschiedenen Sprachen gegründet. Er selbst hat die vier Evangelien auf Pergament geschrieben, verschlossen mit Deckeln aus vergoldetem Silber, eine Schrift die als ältestes Buch der Walachei betrachtet wird. Zur Zeit befindet es sich im Nationalen Geschichtemuseum in Bukarest. Nach 1375 erhielt der Hochwürdige Nicodim vom Patriarchen Filoftei von Konstantinopel den Krummstab des Bischofs, drei Teile von Gebeinen, und wurde zum Erzabt genannt und das Kloster Tismana wurde zur ersten Erzabtkirche der Walachei.

Am 26. Dezember 1406 starb der Hochwürdige Nicodim und wurde in der Vorhalle der Kirche beerdigt, wo er auch heute noch eine Ampel hat. 1955 wurde er von der Rumänischen Orthodoxen Kirche heiliggesprochen.

 

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